Parodontale Früherkennung

Besondere Sorgfalt walten lassen!

Die Parodontitis ist mehr als eine Erkrankung der Mundhöhle. Sie stellt einen Risikofaktor für systemische Erkrankungen und eine Gefahr für Zähne und Körper dar. Nach Meinung der Wissenschaft fördern unbehandelte Parodontalerkrankungen schwere Allgemeinerkrankungen und erhöhen deutlich das Risiko für Herz- und Kreislaufbeschwerden, Gefäßerkrankungen oder Schlaganfälle. Parodontitis kann zur Verengung der Blutgefäße führen. Auch bei Vorerkrankungen wie Diabetes, Gelenkbeschwerden oder rheumatischer Arthritis sollte das Risiko einer Parodontitis minimiert werden.

Parodontale Früherkennung bei:

Herz- und Kreislaufbeschwerden

Mittlerweile belegen zahlreiche Studien die eindeutige Korrelation zwischen schlechter Mundgesundheit und Herzinfarkten beziehungsweise Schlaganfällen. Auffallend sind die gemeinsamen Risikofaktoren wie mangelndes Gesundheitsbewusstsein und schlechte Mundhygiene, Stress, Rauchen, Alkoholkonsum und Übergewicht. Aktuelle Veröffentlichungen weisen bei Patienten mit chronischen Entzündungsprozessen an den Zähnen ein bis zu 25% erhöhtes Risiko für eine koronare Herzerkrankung nach.

Gelenkproblemen, Schwangerschaft und Diabetesiskreislaufbeschwerden

Früherkennung bei Gelenkproblemen

Die Zusammenhänge zwischen Parodontitis und rheumatoider Arthritis sind wissenschaftlich untersucht und belegt worden. Eine Parodontitis begünstigt deutlich das Risiko von Rheuma und Arthritis und beeinflusst deren Schweregrad. Bei rheumatischen Systemerkrankungen hat sich wiederum herausgestellt, dass betroffene Patienten ein erhöhtes Risiko für eine Parodontitis aufweisen.

Früherkennung bei Schwangerschaft

Entzündungen des Zahnfleisches erhöhen die Gefahr, eine Frühgeburt zu erleiden. Die Erreger aus dem Mund können aufgrund der Bakterienstreuung bis in die Gebärmutter gelangen. Eine rechtzeitige Behandlung von Parodontitis- Patientinnen, am besten vor dem Eintritt der Schwangerschaft wiederum verringert das Risiko einer Früh- oder auch Fehlgeburt. “Prävention ist unser Grundanliegen”.

Früherkennung bei Diabetes

In Deutschland leiden sechs bis acht Millionen Menschen an Diabetes. Diesen Patienten wird empfohlen, den Zahnarzt schon über kleine Auffälligkeiten im Bereich der Mundhöhle zu informieren, da auch hier Wechselwirkungen bewiesen sind.

Früherkennung hilft dem gesamten Körper

Eine der häufigsten Erkrankungen im Bereich der Zähne ist die Parodontitis. Laut aktueller Gesundheitsstudien sind weit mehr als die Hälfte aller Erwachsenen betroffen. Eine Parodontitis kann unabhängig vom Alter, an nur einem oder an mehreren Zähnen gleichzeitig, unterschiedlich schnell und in verschiedenen Schweregraden auftreten. Parodontalerkrankungen können mit professioneller Prophylaxe und durch eine motivierte Zusammenarbeit zwischen Patient, Zahnarzt und dem Team für präventive Zahnheilkunde erfolgreich behandelt werden. Umso wichtiger ist, eine Parodontitis rechtzeitig zu erkennen.

Rechtzeitig vorbeugen

Die eigenen Zähne und die Gesundheit möglichst lange behalten. Dieser Wunsch steht im Fokus moderner Medizin. Ein Zahnarzt kann mit diagnostischen Verfahren eine Parodontitis rechtzeitig erkennen und mit einem auf jeden Patienten individuell abgestimmten Therapieplan behandeln. Eine wirkungsvolle, interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Allgemeinmedizin und präventiver Zahnmedizin senkt die Risikofaktoren und ist eine gesunde Basis für Lebensfreude und Lebensqualität. Die optimale Vorsorge zuhause und die professionelle Unterstützung durch den Zahnarzt und seinem Team für präventive Zahnheilkunde bilden einen erfolgversprechenden Weg zu gesunden und gepflegten Zähnen. Gewissenhafte Mundhygiene hilft dem ganzen Körper.