Parodontitis

Unter Parodontitis versteht man eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates und des beteiligten Gewebes.

Die Entstehung einer Parodontitis

Ursache für eine Parodontitis sind Bakterien und deren Giftstoffe, die sich zwischen Zahn und Zahnfleisch ansammeln.

Werden diese bakteriellen Beläge nicht durch gründliche Reinigung und sorgfältige Mundhygiene entfernt, bildet sich Zahnstein. Es kann zu Rötung, Schwellung und Blutungsneigung, also einer Entzündung des Zahnfleisches kommen. Da diese Entzündung oft schmerzlos und auch ohne erste Warnzeichen verläuft, wird sie von den Betroffenen erst spät erkannt. Das Immunsystem versucht, diese Bakterien zu beseitigen. Unter anderem bilden sich Enzyme, die krankmachende Bakterien bekämpfen sollen. Diese Enzyme helfen jedoch nicht nur die schädlichen Bakterien zu beseitigen, sondern schaden dem umgebenden, eigentlich gesunden Gewebe. Eine Parodontitis kann Auswirkung auf den gesamten Körper haben. Die entzündlichen Stoffe, die sich bei einer Parodontitis in den vertieften Zahnfleischtaschen sammeln, können durch die Blutbahn in andere Bereiche des Körpers transportiert werden und weitere Erkrankungen auslösen. 

So kann eine Parodontitis die persönliche Gesundheit erheblich beeinträchtigen und ist ein “entzündlicher Angriff” auf den ganzen Körper. 

 

Gingivitis

Diese Erkrankung kann sehr leicht behandelt werden. Die dentale Plaque wird durch qualifizierte Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter entfernt. Es erfolgt eine ausdrückliche Aufklärung über Zahn- und Zahnfleischpflege. Nach 2-3 Wochen sind die Symptome gestoppt. Ein gesunder Zahnhalteapparat bildet sich wieder aus.

Chronische Parodontitis – beginnend

Werden die ersten Entzündungszeichen vom Patienten übersehen, schreitet die Bakterienfront fort und bewegt sich unterhalb des Zahnfleischsaumes - hier ist die Entzündung dann nicht so einfach zu diagnostizieren. Mit einer Parodontalsonde wird vorsichtig der Zahnfleischsaum sondiert, hierbei wird bereits ein Knochenabbau um den Zahn herum diagnostiziert.

Es treten die ersten „Taschenbildungen“ auf, die getastete Wurzeloberfläche erscheint rau. Dies sind bereits Beläge und Bakterien, die sich auf der Wurzeloberfläche eingenistet haben. Eine Therapie ist zwingend erforderlich.

Chronische Parodontitis – fortgeschritten

Werden auch im vorangegangenen Stadium keine therapeutischen Maßnahmen eingeleitet, entsteht eine fortgeschrittene Erkrankung.

Hier steht die bakterielle Besiedelung sowie der schon stark zurückgebildete Knochen um die Zähne im Vordergrund – es werden Zahnfleischtaschentiefen bis zu 6mm Tiefe gemessen. Der Patient stellt häufig einen schlechten Geschmack im Mund fest und er bemerkt Mundgeruch (Halitosis).

Diese Erkrankung, die auch mit Zahnlockerungen einhergehen kann, sollte nur von Spezialisten für Parodontologie behandelt werden. Die Behandlung muss im Einzelfall individuell durchgeführt werden.

Chronische Parodontitis – schwerer Verlauf

Beim schweren Verlauf der chronischen Parodontitis bemerkt der Patient Zahnlockerungen und massive Entzündungen im Zahnfleisch. Dieses Erkrankungsstadium kann das Allgemeinbefinden erheblich negativ beeinflussen.
Hier sollte eine spezielle, umfangreiche und systematische parodontale Behandlung erfolgen. Diese Therapie muss individuell auf den Patienten abgestimmt werden.

Die Regenerationstherapie

Geht durch eine chronische parodontale Erkrankung Stützgewebe verloren, so kann mit modernen regenerativen Materialien dieser Knochendefekt aufgefüllt werden.

Hier werden modernste Therapieverfahren, die wissenschaftlich über Jahre erprobt sind, eingesetzt.
Wichtig ist die dauerhafte Regeneration des verloren gegangenem Stützgewebes.
Diese Massnahmen sind auch erforderlich, falls Zähne nicht mehr erhalten werden können und durch Implantate ersetzt werden sollen.


Verwendet werden hier die biologisch inerten Materialien Bio-Oss ® und Bio-Gide® der Firma Geistlich ( www.geistlich.com ). Dabei wird über den Regenerationsbereich eine Membran positioniert, die das Knochenersatzmaterial stützt.